FOSCUBE CHRONOLOGIE ERSTER WELTKRIEG 1914-1918

FOSCUBE GESCHICHTE

TABLE OF CONTENTS - INHALTSVERZEICHNIS: CHRONOLOGIE 1. WELTKRIEG 1914-1918
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Chronik 1914-1918


Chronik, von mir revidiert auf der Grundlage von:
Enzyklopädie Erster Weltkrieg, hg. von Gerhard Hirschfeld, Gerd Krumeich, Irina Renz, 2. Aufl., Paderborn 2004. (Chronik bearbeitet von Susanne Frank, Bibliothek für Zeitgeschichte Stuttgart)
Chronik 1914-1918, aus: Enzyklopädie Erster Weltkrieg



1914   Chronik Erster Weltkrieg 1914  

1914 | 1915 | 1916 | 1917 | 1918


Juni 1914

28. Juni   Attentat von Sarajevo (der Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand, und seine Gemahlin Sophie Chotek, Herzogin von Hohenberg werden bei ihrem Besuch in Sarajevo von Gavrilo Princip ermordet)

Juli 1914

05. Juli     »Hoyos-Mission«: Kaiser Wilhelm II. sichert Österreich-Ungarn die dt. Unterstützung zu.
23. Juli     Österreich-Ungarn stellt Serbien ein Ultimatum.
25. Juli     Mobilmachung der serb. Armee. Der russ. Kronrat beschliesst die Unterstützung Serbiens.
28. Juli     Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg.
30. Juli     Generalmobilmachung der russ. Armee. Oesterr.-ung. Aufmarsch gegen Serbien beginnt.
31. Juli     Generalmobilmachung Österreich-Ungarns und Belgiens.
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August 1914

01. August     Deutschland erklärt Russland den Krieg. Generalmobilmachung Deutschlands und Frankreichs. Italien erklärt seine Neutralität.
02. August     Dt. Einmarsch in Luxemburg. Deutschland richtet ein Ultimatum an Belgien mit der Forderung nach freiem Durchmarsch. Dt.-türk. Bündnisvertrag.
03. August     Deutschland erklärt Frankreich den Krieg. Die brit. Armee macht mobil. Brit. Ultimatum an Deutschland. Rumänien erklärt seine Neutralität.
04. August     Die Parteien des dt. Reichstags bewilligen (mit Stimmen der SPD) die Kriegskredite; Ermächtigung des Bundesrats zu Verordnungen. Ausrufung des »Burgfriedens« durch den Kaiser. Einmarsch dt. Truppen in das neutrale Belgien. Grossbritannien erklärt Deutschland den Krieg und verhängt Fernblockade (Schottland-Norwegen) gegen Deutschland.
04.-16. Aug. Schlacht und Belagerung von Lüttich (dt. Truppen gegen belgische Armee).
Erste Masssenerschiessungen von belgischen Zivilisten. (vgl. auch alliierte Propaganda "Rape of Belgium" und Kriegsverbrechen).
06. August     Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Russland. Serbien erklärt Deutschland den Krieg.
Aufruf Wilhelms II. "An das deutsche Volk". Deutsche Truppen besetzen und zerstören Kalisch.
07. August     Montenegro erklärt Österreich-Ungarn den Krieg. Dt. Truppen unter Ludendorff besetzen die geräumte Stadt Lüttich.
Französische Truppen nehmen Mülhausen ein. (Die Kämpfe an der Westfront vom 7. - 23. Aug. 1914 werden in Frankreich gerne als "Bataille des Frontières" bezeichnet).
08.-16. August Dt. Truppen bezwingen die Festungen von Lüttich an der Maas (Belgien).
08.-25. Aug. Schlacht von Mülhausen. Frz. Versuch, das Elsass zurückzuerobern. Frz. Truppen nehmen die Stadt zweimal ein, aber sie wird jeweils von der dt. 7. Armee zurückerobert. (cf. Les opérations en Alsace en Août 1914)
09.-16. August     Das brit. Expeditionskorps (British Expeditionary Force BEF) geht in Frankreich an Land.
10.-28. August Grenzschlachten in Lothringen (frz. 2. Armee gegen dt. 6. Armee).
10. August     Schlacht von Mülhausen: Frz. Verbände räumen die Stadt. Die dt. Kreuzer Goeben und Breslau erreichen Konstantinopel, fortan unter türkischer Flagge.
11. August     Frankreich erklärt Österreich-Ungarn den Krieg. Einmarsch österr.-ungar. Truppen in Serbien.
12. August     Grossbritannien erklärt Österreich-Ungarn den Krieg. Kriegserklärung Montenegros an Deutschland.
12.-21. August     Scheitern der 1. österr.-ungar. Offensive gegen Serbien an der Drina.
13. August     Die Kriegsrohstoffabteilung unter Walther Rathenau nimmt ihre Arbeit auf.
14. August  Beginn des frz. Angriffs auf Lothringen (Saarburg).
14.-25. Aug. "Grenzschlachten/ La bataille des frontières"an der dt.-frz. Grenze in Elsass-Lothringen sowie in Belgien und an der französisch-belgischen Grenze in Nordost-Frankreich:
15. August     Russ. Truppen marschieren in Ostpreussen ein.
15. August  Endgültige Zerstörung von Fort Loncin (Lüttich).
15. August Frz. 1. Armee überschreitet die Grenze und rückt nach Sarrebourg (Saarburg/Lothringen) vor. Saarburg am 20. Aug. von der dt. 7. Armee zurückerobert.
15. - 23. August Schlacht von Dinant (Belgien).
16. August     Die Festung Lüttich wird nach tagelangem Beschuss durch dt. Artillerie endgültig zerstört (frz. Bataille de Liège).
17. August     Beginn der russischen Offensive gegen Ostpreussen mit zwei Armeen von Osten (Njemen) und Süden (Narew). Heftige Kämpfe in Stallupönen (Ostpreussen). Letzte Forts von Lüttich gefallen.
18. August  Beginn der Grossoffensive des rechten deutschen Flügels (nach dem Fall von Lüttich). Der Hauptteil der belgischen Armee zieht sich in die Festung Antwerpen zurück.
19. August Erste überlieferte Diskussion im dt. Hauptquartier über Kriegsziele: Annexionen, Vasallenstaaten, Mitteleuropa. Oeffentliche Erörterung von konkreten Kriegszielen in Deutschland verboten (bis 15. Nov. 1916).
19./20. August     Dt. Truppen besetzen Brüssel: die belg. Armeeführung flieht nach Antwerpen. Schlacht bei Gumbinnen: Dt. 8. Armee gegen russische Njemen-Armee (General Rennenkampf): Unentschieden, Deutsche brechen Schlacht ab; Prittwitz und Waldersee abberufen. Deutschland räumt Teile Ostpreussens.
20.-22. August     Schlacht in Lothringen: schwere frz. Verluste (v.a. durch Maschinengewehre verursacht). Frz. Angriff auf Deutsch-Lothringen und das Saar-Ruhr-Gebiet. Es folgen verlustreiche Kämpfe zwischen den Vogesen und der Schelde (sog. Grenzschlachten: Schlachten bei Saarburg, bei Longwy, in den Ardennen [Schlacht bei Neufchâteau], an der Maas, zwischen Sambre und Maas und bei Mons).
21. August 1. oesterr.-ung. Offensive in Serbien gescheitert.
21.-25. August Dt. Belagerung von Namur (Belgien).
21.-23. August Dt. 2. Armee von Bülow bombardiert Charleroi (Belgien) und überquert die Sambre.
22. August     Einmarsch russ. Truppen in Galizien. Hindenburg und Ludendorff als Nachfolger von Prittwitz und Waldersee an die Spitze der dt. 8. Armee berufen (Hindenburg übernimmt die Führung der 8. Armee, Ludendorff Chef des Stabes). Schlacht bei Krasnik (23.-25.8.) und Komarów (26.-31.8.)
23. August     Kriegserklärung Japans an Deutschland. Österreich-Ungarn erklärt Japan den Krieg. Grenzschlachten im Westen und in Galizien zwischen russischen und oesterr.-ung. Armeen.
Die alliierten Truppen werden in der Schlacht von Mons (Belgien) von den deutschen geschlagen (= erste Schlacht der britischen Armee/BEF im 1. Weltkrieg) und beginnen den Rückzug (Grande Retraite) zur Marne (23. Aug.-6. Sept.).
24. August Alle elsässischen Gebiete mit Ausnahme des Dollertales und einiger Vogesenhöhen fallen für den restlichen Krieg wiederum an die Deutschen. General Louis Bonneau von Joffre entlassen.
24. Aug. - 11. Sept. Schlacht in Galizien
25. August     Zerstörung der Bibliothek von Löwen durch dt. Truppen. Einnahme der Festung Namur (vgl. Eroberung von Lüttich).
25. Aug. bis 17. Sept. Kronprinz Rupprecht geht (mit Bewilligung Moltkes) in die Offensive, die jedoch keinen Durchbruch bringt.
26.-30. August     Schlacht bei Tannenberg: Vernichtung der russ. Narew-Armee (unter Samsonow), 95'000 russische Kriegsgefangene.
26. Aug. Schlacht von Le Cateau.
28. August     Österreich-Ungarn erklärt Belgien den Krieg. Seegefecht nahe der Insel Helgoland (Niederlage der Deutschen). Erstes Kriegszielprogramm der Alldeutschen. Die dt. Kolonie Togo wird an die Briten übergeben.
29. Aug. Schlacht bei St. Quentin (wertvoller Zeitgewinn für alliierten Rückzug).
30. Aug. Einkreisung von Paris wird von den Deutschen aufgegeben.  Dt. Grosses Hauptquartier von Koblenz nach Luxemburg verlegt.
31. August Schwere Niederlage der Oesterreicher in Galizien bei Lemberg.

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September 1914

01.-10. September     Schlacht bei Lemberg : Rückzug der österr.-ungar. Armee. Einschliessung der Festung Przemysl durch russ. Verbände.
02. September     Dt. Truppen erreichen die Marne und bedrohen Paris. Die frz. Regierung zieht sich von Paris nach Bordeaux zurück. Russ. Truppen besetzen Lemberg.
5. September Londoner-Vertrag: Triple Entente formales Kriegsbündnis, u. a. mit Verbot des Separatfriedens.
05.-12. September     1. Marne-Schlacht. Bataille de la Marne (frz.). 5.-9. Sept. Schlacht am Ourcq). Rückzug der dt. Truppen auf die Vesle-Aisne-Linie.
06.-11. September Schlacht von Rawa Ruska-Lemberg (Galizien).
07. September     Zweite oesterr.-ung. Offensive gegen Serbien; serb. Offensive im Nov. an der Save.
09. September September-Programm Bethmann-Hollwegs: Annexionen, Vasallenstaaten im Westen; Zurückdrängung Russlands im Osten.; Mitteleuropa; Kriergsentschädigungen für Deutschland. Erster Friedensvermittlungsvorschlag des US-Präsidenten Wilson.
09.-15. September     Schlacht an den Masurischen Seen (Niederlage der russischen 1. Armee (Njemen-Armee) unter General Paul von Rennenkampf)
12. September     Ende der Marne-Schlacht: Deutscher Rückzug, Schlieffen-Plan gescheitert. Beginn der 1. Schlacht an der Aisne (bis 24.10.).

14. September     Ablösung Moltkes als Generalstabschef durch Falkenhayn (neuer Chef der 2. OHL bis 29. Aug. 1916).
18.-20. September     Beschiessung der Kathedrale von Reims durch dt. Verbände.
21. September Dt. Neupommern (Südsee) von Australien erobert.
22. Sept. - Ende Nov. »Wettlauf zum Meer« (frz. Course à la mer) (Letzte Schlachten des Bewegungskriegs an der Westfront):

22. September Das dt. U-Boot "U 9" versenkt drei alte britische Kreuzer.
24. September - 12. Oktober     Belagerung der Festung Przemysl durch die Russen.

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Oktober 1914

04. Oktober     »Aufruf an die Kulturwelt« von 93 dt. Wissenschaftlern, Schriftstellern und Künstlern.
09. Oktober     Einnahme Antwerpens durch dt. Truppen (cf. frz. Siège d'Anvers). Flucht der belg. Regierung über Ostende nach Le Havre (13.10.).
(Die schnelle Zerstörung der belgischen und nordfranzösischen Festungen durch dt. Truppen möglich dank der überwältigenden Feuerkraft des dt. Krupp 42 cm-Mörsers ("Dicke Bertha") und  der oesterr. Skoda 30,5cm-Haubitze ("Schlanke Emma"). Die Festungen waren lediglich ausgerichtet auf einen Angriff mit Krupp 21cm-Haubitzen).
12. Oktober - 2. November: 1. Schlacht von Messines
13. Oktober Rebellion von Buren gegen England und Kriegseintritt Südafrikas.
15. Oktober     Montenegro erklärt Bulgarien den Krieg.
16. Okt. Erklärung der Hochschullehrer des Deutschen Reiches
20. Oktober     Beginn der 1. Flandern-Schlacht (auch 1. Schlacht von Ypern genannt). In Eile aufgestellte u. kaum ausgebildete dt. Reserve-Korps aus Kriegsfreiwilligen erleiden grosse Verluste (Ypern, Langemarck; Mythos von Langemarck). Mit den Kämpfen bei Ypern endet der Bewegungskrieg. 17. - 31. Okt. Schlacht an der Yser.
Die türk. Flotte bombardiert russ. Häfen am Schwarzen Meer.
22. Oktober     Österr.-ungar. Truppen nehmen Czernowitz wieder ein.
28. Oktober     Flandrisches Küstengebiet wird von der belg. Armee geflutet.
29. Oktober     Serbien erklärt dem Osmanischen Reich den Krieg. Das Osmanische Reich erklärt Russland und Frankreich den Krieg. Kreuzer Goeben beschiesst russ. Häfen am Schwarzen Meer.

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November 1914

Die britische Kriegsmarine erklärt die gesamte Nordsee zur Kriegszone und verhängt eine Distanzblockade. Schiffe, die unter der Flagge neutraler Staaten fahren, können in der Nordsee ohne Vorwarnung das Ziel britischer Angriffe werden.

01. November     Hindenburg und Ludendorff erhalten den Oberbefehl über die Ostfront. Sieg Admiral Spees (gegen britischen Gegner) im Seegefecht bei Coronel vor der chilenischen Küste.
Zweite österreichische Offensive gegen Serbien.
Antrittsenzyklika von Papst Benedikt XV. ruft zur Frieden auf.
02. November  Britische Admiralität erklärt die gesamte Nordsee zum Kriegsgebiet.
Nach der Beschiessung russischer Schwarzmeerhäfen durch die "Goeben" und "Breslau" erklärt Russland der Türkei den Krieg.
02.-6. November     Russland (2.11.) Grossbritannien (5.11.) und Frankreich (6.11.) erklären dem Osmanischen Reich den Krieg.
03.-5. November     Lettow-Vorbecks Schutztruppe besiegt brit. Einheiten bei Tanga (Deutsch-Ostafrika).
07. November     Der dt. Marinestützpunkt Tsingtau kapituliert vor den Japanern.
08. Nov. – 15. Dez.     Niederlagen und Rückzug der serb. Armee.
08. November     Russ. Truppen belagern erneut die Festung Przemysl (bis 22.3.1915).
10. November  Sturmangriff bei Langemarck. Neuer dt. Angriff auf Ypern, der am 18. Nov. erfolglos abgebrochen werden muss.
11. Nov. Dt. Gegenoffensive im Raum Lodz
14. November     Ausrufung des Heiligen Krieges (jihad) gegen die Entente durch den Kalifen Mehmed V. Reshad in Konstantinopel. Mitte November; Verlustreiche Kämpfe in Flandern (Langemarck). Die gesamte Westfront geht zum Stellungskrieg über.
16. November     Offensive der österr.-ungar. Armee in Galizien und Russisch-Polen.
18. November     Ende der 1. Ypern-Schlacht: Endgültiger Uebergang zum Stellungskrieg im Westen. Frz. Regierung kehrt nach Paris zurück. Erste Diskussionen im deutschen Hauptquartier über Sonderfrieden mit Russland. Falkenhayn eröffnet Reichskanzler Bethmann-Hollweg, dass der Krieg verloren sei und diplomatische Lösung gesucht werden müsse.
27. November     Czernowitz wird von österr.-ungar. Truppen geräumt.

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Dezember 1914

02. Dezember     Belgrad wird von der österr.-ungar. Armee besetzt.
Erneute Sitzung des dt. Reichstagas zur Neubewilligung der Kriegskredite: Karl Liebknecht lehnt erstmals Kriegskredite ab; beginnende Spaltung der SPD.
05.-17. Dezember Schlacht bei Limanowa-Lapanow.
06. Dezember     Dt. Truppen nehmen Lodz ein. Besprechung Bethmann-Hollwegs in Posen mit Ludendorff und Hindenburg über Kriegsziele gegenüber Polen im Fall eines Separatfriedens mit Russland. Zweite Offensive der Oesterreicher in Serbien gescheitert.
08. Dezember     Seeschlacht bei den Falkland-Inseln (dt. Ostasiengeschwader unter Admiral Graf von Spee durch brit. Marine vernichtet). Beginn der 1. Champagne-Schlacht (bis 17.3.1915): »Winterschlacht in der Champagne«.
15. Dezember     Serb. Truppen erobern Belgrad zurück.
17. Dezember     Beginn der 1. Artois-Offensive (bis 20.12.).
20. Dezember     Türk. Truppen rücken bis zum Suezkanal vor.
21. Dezember     Brit. Truppen erobern Basra.
24. Dez. sog. Weihnachtsfrieden an der Westfront (v.a. britische u. dt. Soldaten)


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1915     Chronik Erster Weltkrieg 1915

1914 | 1915 | 1916 | 1917 | 1918

Januar – April     Karpatenkämpfe: die Offensive Conrad von Hötzendorfs führt zu einer Katastrophe für die österr.-ungar. Armee.

Januar 1915

19. Januar - 22. Dezember 1915 Schlacht am Hartmannswillerkopf (Vogesen)
24. Januar     Unentschiedenes Seegefecht zwischen der brit. und dt. Marine auf der Doggerbank.
25. Januar     Einführung von Brotmarken in Deutschland: Rationierung von Lebensmitteln.

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Februar 1915

Februar-März Winterschlacht in der Champagne
04. Februar     Deutschland erklärt das Seegebiet um die brit. Inseln zum Sperrgebiet.
07.-21. Februar     Winterschlacht in Masuren: 100.000 russ. Gefangene.
19. Februar     Alliierter Flottenverband versucht Durchbruch durch die Dardanellen-Meerenge.
22. Februar     Beginn des dt. uneingeschränkten U-Boot-Kriegs.

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März 1915

10. - 12. März 1915 Schlacht von Neuve-Chapelle in Flandern.
18. März     Scheitern des erneuten alliierten Angriffs gegen die Dardanellen.
22. März Zweite Belagerung von Przemysl, für ö.-u. Truppen fatal endend
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April 1915

17. - 22. April Schlacht an der Höhe 60 (südwestl. von Ypern): Erster (britischer) Einsatz von Sprengstoff in unterminierten Stollen unter feindlichen Stellungen.
22. April - 24. Mai: 2. Schlacht von Ypern (= 2. Flandern-Schlacht) (cf. englische Website):

25. April     Landung brit., australischer (ANZAC) und frz. Truppen auf der Halbinsel Gallipoli.
26. April     »Londoner Vertrag«: Geheimabkommen der Entente mit der ital. Regierung führt zum Kriegseintritt Italiens. Dt. Offensive in Litauen und Kurland.
April Das Prager Inf.regiment 28 geht zu den Russen über.

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Mai 1915

Anfang Mai     Schlacht von Gorlice-Tarnów: dt. und österr.-ungar. Truppen besetzen Gorlice (2.5.) und Tarnów (6.5.). Galizien weitgehend von russ. Truppen geräumt.
07. Mai     Versenkung des brit. Passagierdampfers Lusitania durch ein dt. U-Boot: Konflikt mit den USA.
09. Mai     Beginn der 2. Artois-Offensive (engl. Wikipedia) der frz. Armee (bis 18.6.): Lorettoschlacht.
13. Mai     Die US-Regierung verlangt in einer Protestnote die Rückkehr zum U-Boot-Krieg nach Prisenordnung. Südafrikanische Truppen unter Louis Botha erobern Windhuk.
20. Mai     Höhepunkt der Kriegszielagitation (Annexionen) in Deutschland: »Verbände-Denkschrift« der sechs grossen Wirtschaftsverbände.
23. Mai     Italien erklärt Österreich-Ungarn den Krieg. (cf. Italienfront 1. Weltkriegital. Fronte italiano 1915-1918).(cf. Oester. Festungswerke an der Grenze zu Italien).
24. Mai 1915 - 22. Oktober 1917 Schlacht am Monte Piana (ital. Monte Piana).
29. Mai   Beginn der Kämpfe auf der Hochfläche von Lavarone (dt. Lafraun).

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Juni 1915

04. Juni     ANZAC-Truppen erleiden schwere Verluste auf Gallipoli. Die Festung Przemysl wird von dt. und österr.-ungar. Truppen zurückerobert.
22. Juni     Österr.-ungar. Truppen erobern Lemberg zurück.
23. Juni     Beginn der 1. Isonzo-Schlacht (bis 7. 7.) (ital. 1a Isonzo, frz. 1ère Bataille).

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Juli 1915

Anfang Juli     Dt. Offensive an Bug und Weichsel. Konferenz der alliierten Militärchefs in Chantilly: Abstimmung über Herbstoffensive.
05. Juli   Beginn der ersten italienischen Dolomitenoffensive.
08. Juli     Dt. »Intellektuelleneingabe« mit 1347 Unterschriften erhebt weitreichende Kriegszielforderungen. Eine gemässigtere »Gegeneingabe« (9.7.) versammelt nur 141 Unterzeichner.
09. Juli     Kapitulation der Kolonie Deutsch-Südwestafrika.
13. Juli     Beginn der dt. Offensive am Narew (bis 24.8).
18. Juli     Beginn der 2. Isonzo-Schlacht (bis 10.8.)(ital. 2a Isonzo, frz. 2e Bataille).
20. Juli - 15. Okt. Schlacht von Le Linge im Oberelsass.

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August 1915

4./5. August     Einnahme von Warschau durch dt. Truppen.
19. August     Versenkung des engl. Passagierdampfers Arabic durch dt. U-Boot.
21. August     Italien erklärt dem Osmanischen Reich den Krieg.
26. August     Dt. Bug-Armee erobert Brest-Litowsk.

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September 1915

06. September     Bündnisvertrag Deutschlands und Österreich-Ungarns mit Bulgarien.
15. September - 4. November: Dritte Artois-Schlacht (oder Loos-Artois Offensive); (engl. Wikipedia).
18. September     Dt. Einschränkung des U-Boot-Handelskriegs als Antwort auf den drohenden Kriegseintritt der USA.
22. September     Beginn der 2. Champagne-Offensive der Entente (»Herbstschlacht in der Champagne«)
25. Sept. Beginn der Schlacht bei Loos. (frz. Bataille de Loos)(engl. Battle of Loos)

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Oktober 1915

05. Oktober     Die ersten brit. und frz. Verbände landen in Saloniki.
06. Oktober     Beginn der Offensive der Mittelmächte gegen Serbien.
09. Oktober     Eroberung Belgrads durch die österr.-ungar. Armee.
14. Oktober     Kriegserklärung Bulgariens an Serbien.
15. Oktober     Grossbritannien erklärt Bulgarien den Krieg.
16. Oktober     Frankreich erklärt Bulgarien den Krieg.
18. Oktober     Beginn der 3. Isonzo-Schlacht (bis 5.11.) (ital. 3a Isonzofrz. 3e Bataille).

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November 1915

08. November     Der ital. Dampfer Ancona wird von einem österr.-ungar. U-Boot versenkt.
10. November     Beginn der 4. Isonzo-Schlacht (bis 11. 12.)(ital. 4a Isonzo, frz. 4e Bataille).
23. November     Abschluss der k. u. k. Offensive gegen Serbien: Reste der serb. Armee ziehen sich an die adriatische Küste zurück.

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Dezember 1915

06.-08. Dezember     2. Konferenz der Entente in Chantilly: Planung einer gemeinsamen Offensive.
20. Dezember     Grösserer Rückzug britischer und ANZAC-Verbände von Gallipoli.
21. Dezember     Im dt. Reichstag stimmen 20 SPD-Abgeordnete gegen die Bewilligung weiterer Kriegskredite.
29. Dezember  Rückzug der dt. Schutztruppen von Kamerun auf span. Kolonialgebiet.

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1916     Chronik Erster Weltkrieg 1916

1914 | 1915 | 1916 | 1917 | 1918

Januar 1916     

01. Januar     Gründung der »Gruppe Internationale« durch Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg: Anfänge des Spartakusbundes.
23. Januar     Das Königreich Montenegro kapituliert nach einer dreiwöchigen Offensive der österr.-ungar. Armee.
27. Januar     Im Vereinigten Königreich (mit Ausnahme Irlands) wird die Wehrpflicht für alle ledigen Männer zwischen 18 und 41 Jahren eingeführt (im Mai erweitert auf Verheiratete).

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Februar 1916

11. Februar     Erklärung der Reichsleitung, dass bewaffnete feindliche Handelsschiffe künftig wie Kriegsschiffe behandelt werden.
21. Februar     Beginn der Kämpfe um Verdun (bis Ende Juli). Frz. Bataille de Verdun. Engl. Battle of Verdun. (Ende: 20. Dez. 1916).
25. Februar     General Pétain übernimmt den Oberbefehl über die frz. Verbände bei Verdun. Dt. Truppen erobern das Fort Douaumont.

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März 1916

01. März     Beginn der 5. Isonzo-Schlacht (bis 15.3.)(ital. 5a Isonzo, frz. 5e Bataille).
04. März     Das Deutsche Reich setzt den uneingeschränkten U-Boot-Krieg vorübergehend aus: Rücktritt des Grossadmirals Alfred von Tirpitz (15.3.).
09. März     Das Deutsche Reich erklärt Portugal den Krieg.
24. März     Versenkung des frz. Dampfers Sussex. Nach amerik. Protesten vorübergehende Einstellung des dt. U-Boot-Kriegs.

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April 1916

27. - 29. April 1916 Schlacht von Hulluch (intensiver Gaskrieg)
29. April     Kapitulation des brit. Expeditionskorps (ind. Division) bei Kut al-Amara vor den Türken.

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Mai 1916

15. Mai     Beginn der österr.-ungar. Offensive in Südtirol.
16. Mai     Sykes-Picot-Abkommen.
22. Mai     Die Reichsregierung errichtet ein Kriegsernährungsamt zur Sicherstellung der Lebensmittelversorgung.
27. Mai     Rede des amerik. Präsidenten Woodrow Wilson: »Frieden ohne Sieger und Besiegte«.
31. Mai     Seeschlacht am Skagerrak (bis 1. 6.).

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Juni 1916

04. Juni     Beginn der Brussilow-Offensive auf einer Frontlänge von 350 km von Wolhynien bis in die Bukowina (bis Ende Aug.), 325'000 Kriegsgefangene der k.u.k. Armee.
05. Juni     Beginn des arabischen Aufstandes gegen die türk. Herrschaft.
07. Juni     Fort Vaux bei Verdun wird durch dt. Truppen erobert.

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Juli 1916

01. Juli     Beginn der Schlacht an der Somme (bis 18.11.). Bataille de la Somme. Battle of the Somme (cf. Lochnagar-Krater):
19. - 20. Juli Schlacht von Fromelles

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August 1916

4. August     Beginn der 6. Isonzo-Schlacht (bis 16. 8.)(ital. 6a Isonzo, frz. 6e Bataille): Ital. Truppen erobern die Stadt Görz und die Hochfläche von Doberdó.
17. August     Rumänien tritt der Entente bei.
27. August     Rumänien erklärt Österreich-Ungarn den Krieg.
28. August     Italien erklärt dem Deutschen Reich den Krieg. Das Deutsche Reich, Bulgarien und das Osmanische Reich erklären Rumänien den Krieg.
29. August     Rücktritt Falkenhayns (28.8.): Hindenburg wird zum Chef des Generalstabs des Feldheeres und Ludendorff zum Ersten Generalquartiermeister ernannt (3. OHL).

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September 1916

03. September     Feldzug der Mittelmächte gegen Rumänien (bis Dez.): Niederlagen der Rumänen bei Hermannstadt (26.9.) und Kronstadt (8.10.).
06. September     Einsetzung eines gemeinsamen Oberkommandos der Mittelmächte.
13. September     Monastir-Offensive der Entente in Makedonien (bis 15.12).
14. September - 18. September 7. Isonzo-Schlacht (ital. 7a Isonzo, frz. 7e Bataille).
15. September     Erster Einsatz brit. Tanks an der Somme-Front.
30. September     Hindenburg-Programm: Mobilisierung zusätzlicher Arbeitskräfte und Steigerung der Rüstungsproduktion.

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Oktober 1916

10. -12. Oktober  8. Isonzo-Schlacht (ital. 8a Isonzo, frz. 8e Bataille).
24. Oktober     Frz. Gegenoffensive bei Verdun (bis 3.11.: Fort Vaux).
31. Oktober - 4. November  9. Isonzo-Schlacht (ital. 9a Isonzo, frz. 9e Bataille).

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November 1916

05. November     Proklamation eines von den Mittelmächten abhängigen »Königreich Polen«.
18. Nov. Ende der Somme-Schlacht (Beginn: 1. Juli).
21. November     Tod des Kaisers Franz Joseph von Österreich-Ungarn.

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Dezember 1916

05. Dezember     Der dt. Reichstag beschliesst das Gesetz über den Vaterländischen Hilfsdienst.
06. Dezember     Dt. Truppen besetzen Bukarest.
12. Dezember     Friedensangebot der Mittelmächte an den amerik. Präsidenten.
Mitte Dezember     Ende der Kämpfe um Verdun: Frz. Truppen besetzen Fort Douaumont.
18. Dezember     Aufforderung des US-Präsidenten an die kriegführenden Mächte, ihre Friedensbedingungen und Forderungen offen zu erörtern.
20. Dez. Ende der Schlacht von Verdun (Beginn: 21. Febr.)
26. Dezember     Das Deutsche Reich erklärt sich zur Teilnahme an einer Friedenskonferenz bereit, lehnt jedoch eine amerik. Vermittlung ab.
30. Dezember     Die Alliierten weisen die dt. Friedensinitiative zurück.

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1917    Chronik Erster Weltkrieg 1917

1914 | 1915 | 1916 | 1917 | 1918

Januar 1917

10. Januar    Die Ententemächte geben in einer gemeinsamen Note erstmals ihre Kriegsziele bekannt.
12. Januar     Hungerprotest vor dem Rathaus in Hamburg. Es folgen weitere öffentliche Proteste im dt. »Steckrübenwinter«.
22. Januar     In einer Rede vor dem US-Senat fordert Präsident Wilson einen »Frieden ohne Sieg« und ein Selbstbestimmungsrecht der Völker.

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Februar 1917

01. Februar     Das Deutsche Reich erklärt den uneingeschränkten U-Boot-Krieg.
03. Februar     Die USA brechen die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland ab.
09. Febr. - 19. März "Operation Alberich": Deutscher Rückzug in die »Siegfried-Stellung« (oder "Hindenburg-Linie")(franz. engl.), vom Artois (Arras) über St.-Quentin bis zur Aisne (Soissons), mit massiver Zerstörung der zurückgelassenen Gebiete.
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März 1917

08. März     Ausbruch der russ. Februarrevolution: Abdankung des Zaren (15.3.) und Bildung einer Provisorischen Regierung.
11. März     Brit. Truppen erobern Bagdad.
26./27. März     1. Schlacht um Gaza.

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April 1917

06. April     Die USA erklären Deutschland den Krieg.
07. April     »Osterbotschaft« Wilhelms II.: Der Kaiser verspricht die Aufhebung des preussischen Dreiklassenwahlrechts nach Kriegsende.
09. April     Angriff brit. Truppen (mit Tanks) bei Arras. Bataille d'Arras.
09. - 12. April 1917 Schlacht an der Vimy-Höhe (Crête de Vimy, Vimy ridge).
11. April     Gründung der USPD in Gotha.
Mitte April     »Hungerstreiks« in Berlin, Leipzig und anderen dt. Grossstädten gegen die Verschlechterung der Lebensmittelversorgung. Die Proteste werden zunehmend politisch.
16. April     Französisch-britische Nivelle-Offensive (Beginn), als Misserfolg endend:
  17. April     2. Schlacht um Gaza (bis 20. 4.).
23. April     Kriegszielkonferenz der Mittelmächte in Bad Kreuznach (»Kreuznacher Programm«).
29. April     Meutereien frz. Einheiten am Chemin des Dames (bis Anfang Juni).

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Mai 1917

04. Mai     Beginn der Beratungen des Verfassungsausschusses des Reichstags über Verfassungsreformen.
10. Mai - 8. Juni  10. Isonzo-Schlacht (ital. 10a Isonzo, frz. 10e Bataille).
15. Mai     Pétain löst Nivelle als Oberbefehlshaber ab.
18. Mai     In den USA beginnt die Wehrerfassung aller Männer zwischen 21 und 30 Jahren.

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Juni 1917

03. - 06. Juni Schlacht von Flondar (ital. Bat. di Flondar)
07. Juni     Beginn der Schlacht am Wytschaete-Bogen (leitet über zur 3. Flandern-Schlacht). Schlacht von Messines, bataille de Messines.
10. - 25. Juni   Schlacht am Monte Ortigara (ital. Monte Ortigara, frz. Mont Ortigara).
27. Juni     Griechenland tritt der Entente bei.
29. Juni     Griechenland erklärt dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn, dem Osmanischen Reich und Bulgarien den Krieg.

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Juli 1917

01. Juli     Beginn der erfolglosen russ. Kerenski-Offensive (bis Ende Juli).
06. Juli     Matthias Erzberger (Zentrum) fordert im dt. Reichstag einen Verständigungsfrieden ohne Annexionen. Bildung eines Interfraktionellen Ausschusses.
07. Juli     Der bislang grösste dt. Luftangriff auf London fordert über 50 Tote und zahlreiche Verwundete.
14. Juli     Rücktritt Bethmann Hollwegs: Nachfolger wird Georg Michaelis.
19. Juli     Friedensresolution des dt. Reichstags.
31. Juli     Beginn der 3. Flandern-Schlacht (bis Anfang Nov.). Schlacht von Passchendaele.

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August 1917

01. August     Friedensnote des Papstes Benedikt XV.
05. August     Meutereien in der dt. Hochseeflotte.
08. August - 12. September   11. Isonzo-Schlacht (ital. 11a Isonzo, frz. 11e Bataille)
14. August     China erklärt dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn den Krieg.
15. - 25. August   Schlacht bei Lens (cote 70)
26. August     Pétains Offensive bei Verdun führt zur Rückeroberung der Höhe »Toter Mann«.

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September 1917

02. September     Alfred von Tirpitz und Wolfgang Kapp gründen die Deutsche Vaterlandspartei.
03. September     Dt. Truppen besetzen Riga.

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Oktober 1917

23. Oktober     Dt. Verbände räumen den Chemin des Dames.
24. Oktober     Beginn der 12. Isonzo-Schlacht (Caporetto/Karfreit)(ital. Caporetto, frz. Bataille de Caporetto): Durchbruch der Mittelmächte bis zur Piave (bis 2.12.).
26. Oktober     Angriff kanad. Einheiten bei Passchendaele (Ypern-Bogen): Einnahme am 6. November
31. Oktober     Gaza-Beerscheba-Schlacht (3. Schlacht um Gaza): brit. Durchbruch an der Sinai-Front.

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November 1917

01. November     Reichskanzler Michaelis wird durch Graf Hertling abgelöst.
05. November     Die dt.-österr. Kriegszielkonferenz in Berlin beschliesst die Vereinigung des russ. Teils Polens und Galiziens mit dem Königreich Polen sowie die Angliederung von Litauen und Kurland an das Deutsche Reich (»Polen-Proklamation«).
07. November     Oktoberrevolution (julianischer Kalender: 25. Okt.) in Russland: Die bürgerliche Regierung wird durch die Bolschewiki unter Lenin gestürzt.
08. November     »Dekret über den Frieden«: Internationaler Appell des russ. Kongresses der Arbeiter- und Soldatenräte zur Aufnahme von Friedensgesprächen (»Frieden ohne Annexionen und Kontributionen«).
13. - 26. November Erste Schlacht am Piave (Monte Grappa). (ital. Prima bat. del Piave). Cf. Piaveschlachten.
20. November     Beginn der Tank-Schlacht von Cambrai. Bataille de Cambrai.

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Dezember 1917

03. und 15. Dez.     Waffenstillstandsverhandlungen der Mittelmächte mit Russland in Brest-Litowsk.
06. Dezember     Russland proklamiert die Unabhängigkeit Finnlands.
07. Dezember     Kriegserklärung der USA an Österreich-Ungarn.
Mitte Dezember     Vollständige Besetzung Deutsch-Ostafrikas durch brit. Truppen.
22. Dezember     Aufnahme von Verhandlungen zwischen Russland und den Mittelmächten über einen Separatfrieden (Brest-Litowsk).

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1918    Chronik Erster Weltkrieg 1918

1914 | 1915 | 1916 | 1917 | 1918

Januar 1918     

08. Januar     Präsident Wilson legt sein Vierzehn-Punkte-Programm zur Herbeiführung eines allgemeinen Friedens vor.
Mitte Januar     Ausbruch von Massenunruhen und Streiks in Österreich.
24. Januar     Das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn lehnen Wilsons Vierzehn-Punkte-Programm ab.
28. Januar     Massenstreiks in Berlin und anderen dt. Städten: Gefordert werden u. a. ein rascher Friedensschluss in Brest-Litowsk (»ohne Annexionen und Kontributionen«), ein demokratisches Wahlrecht sowie eine bessere Lebensmittelversorgung.
28. - 31. Januar  Schlacht bei den Tre Monti (ital. Tre Monti)

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Februar 1918

09. Februar     Abschluss eines Separatfriedens zwischen der Ukraine und den Mittelmächten in Brest-Litowsk (»Brotfrieden«).
10. Februar     Abbruch der Friedensverhandlungen durch Trotzki: Wiederaufnahme der Kampfhandlungen (18.2.) und rascher dt. Vormarsch ohne russ. Gegenwehr.
24. Februar     Rumänien verhandelt mit den Mittelmächten über einen Friedensschluss.
26. Februar     Erneute Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk.

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März 1918

03. März     Unterzeichnung des Friedens von Brest-Litowsk: Russland tritt Polen, die baltischen Staaten, Finnland und die Ukraine ab.
März/April     Vormarsch dt. Verbände im Kaukasus, auf der Krim sowie in Finnland.
21. März     Beginn der dt. Frühjahrsoffensiven (sog. Kaiserschlacht) an der Westfront (bis 17. Juli; Michael-Offensive, zwischen Bapaume u. Saint-Simon, bis 5.4.).

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April 1918

09. - 29. April  4. Flandernschlacht (= Bataille de la Lys od. 4. Schlacht von Ypern).
22./23. April     Brit. Flottenvorstoss gegen dt. U-Boot-Stützpunkte in Zeebrügge und Ostende.

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Mai 1918

07. Mai     Friede von Bukarest: Rumänien und die Mittelmächte unterzeichnen einen Friedensvertrag.
27. Mai     Dt. Offensive am Chemin des Dames (Aisne): Durchbruch bis zur Marne (30.5.).

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Juni 1918

01. - 26. Juni Schlacht im Wald von Belleau, Bataille du bois Belleau
10. - 25. Juni  Schlacht am Piave (frz. Bataille Piave).
13. Juni  Oester. Unternehmen Lawine (= Tonale-Offensive)(cf. Festungs-Werk Tonale).
14. Juni     Nach misslungenen Angriffen bei Noyon und Compiègne ordnet Ludendorff die Einstellung der Offensive an.
15.-25. Juni     Die letzte Grossoffensive österr.-ungar. Truppen in Italien bei Asiago und an der Piave (2. Piaveschlacht) scheitert. Schlacht am Monte Grappa (ital. Bat. del solsticio)
(ital. Monte Grappa)

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Juli 1918

04. Juli Schlacht von Hamel (Somme)
09. Juli     Entlassung von Staatssekretär Kühlmann auf Druck der OHL nach dessen Erklärung über Friedensmöglichkeiten (24.6.).
16./17. Juli     Dt. Offensive an der Marne. (15. - 20. Juli = Schwerpunkt der 2. Marneschlacht, bataille de la Marne 1918 )
18. Juli     Beginn der alliierten Gegenoffensive zwischen Soissons und Reims: Angriff der Franzosen bei Villers-Cotterêts mit 400 Tanks.
18. Juli  Gefecht von Château-Thierry, bat. de Château-Thierry

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August 1918

08. August     Brit.-franz. Offensive bei Amiens führt zu schweren dt. Verlusten. (bat. d'Amiens)
08. August - 11. Septermber Hunderttageoffensive (Offensive des Cent-Jours) der Alliierten an der Westfront.
13. August - 03. September Schlacht am San Matteo (ital. Bat. del San Matteo)

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September 1918

12.-15. September     Erfolgreiche Offensive des amerik. Expeditionskorps gemeinsam mit frz. Verbänden am St. Mihiel-Bogen.
26. September     Offensive alliierter Verbände zwischen Maas und Argonnen.
29. September     Die OHL fordert Aufnahme von Waffenstillstandsverhandlungen.
30. September     Waffenstillstandsvertrag zwischen Bulgarien und der Entente.
September - Oktober  Schlacht an der Ailette

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Oktober 1918

01. Oktober     Nach der Schlacht von Megiddo erobern brit. und arab. Truppen unter Führung von T. E. Lawrence Damaskus.
03. Oktober     Nach dem Rücktritt von Graf Hertling (30.9.) wird Prinz Max von Baden zum Reichskanzler ernannt: Bildung einer parlamentarischen Regierung. Max von Baden ersucht die Alliierten um einen Waffenstillstand auf der Grundlage der Vierzehn Punkte (4./5.10.).
08. - 10. Oktober Schlacht von Cambrai (vgl. Schlachten der Hindenburg-Linie)
12. Oktober     2. dt. Note an USA (Regierung akzeptiert Wilsons Bedingungen).
14. Oktober     2. Wilson-Note präzisiert Bedingungen eines Waffenstillstands.
16. Oktober     »Völkermanifest« Kaiser Karls I.: Zusicherung der Gleichberechtigung der Nationen der Habsburgermonarchie im Rahmen eines föderativen Staates.
21. Oktober     Ausbruch revolutionärer Unruhen in Österreich.
24. Oktober     Hindenburg und Ludendorff verlangen die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen. Schlacht von Vittorio Veneto (24. Okt. - 3. Nov. 1918). (ital. Bat. Vittorio Veneto, frz. Bataille Vittorio Veneto)
26. Oktober     Entlassung Ludendorffs. Sein Nachfolger wird Wilhelm Groener (4. OHL).
27. Oktober     Österreich-Ungarn bietet den Alliierten Waffenstillstand und einen Sonderfrieden an.
28. Oktober     Ausrufung der Republik Tschechoslowakei durch den Nationalausschuss (30.10: Slowakischer Nationalrat stimmt dem »gemeinsamen Staat von Tschechen und Slowaken« zu).
29. Oktober     Einheiten der dt. Hochseeflotte in Wilhelmshaven weigern sich auszulaufen.
31. Oktober     Unterzeichnung eines Waffenstillstands zwischen der Entente und dem Osmanischen Reich.

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November 1918

03. November     Matrosenaufstand in Kiel: Arbeiter- und Soldatenräte übernehmen die Macht (4.11.). Waffenstillstand zwischen Österreich-Ungarn und der Entente.
05.-08. November     Ausbreitung der revolutionären Bewegungen von Kiel aus auf ganz Deutschland u. a. mit dem Ziel einer sofortigen Beendigung des Krieges.
07. November     Bildung einer Revolutionsregierung in München unter Kurt Eisner (USPD): Proklamation eines »Freistaat Bayern«.
08. November     Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen in Compiègne.
09. November     Abdankung Wilhelms II.: Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann und kurz darauf (»Sozialistische Republik«) durch Karl Liebknecht in Berlin. Friedrich Ebert (SPD) wird Vorsitzender des Rates der Volksbeauftragten (10.11.).
11. November     Matthias Erzberger (Zentrum) unterzeichnet für das Deutsche Reich den Waffenstillstandsvertrag im Wald von Compiègne.

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Quellen




Chronik 1914-1918, aus: Enzyklopädie Erster Weltkrieg

The Great War Timeline 1914-1918 (mit vielen Details, englisch)

Lexikon Erster Weltkrieg, Zeittafeln

Lexikon Erster Weltkrieg (Chronik 1914-1918)

Wikipedia: Chronologie des Ersten Weltkrieges

Wikipédia: Chronologie de la Première Guerre mondiale

Wikipedia (ital.): Cronologia della Prima Guerra Mondiale

Chronologie des opérations militaires sur le front ouest 1914-1918 (nur Westfront)

Chronologie 1914-1918 (Archives 18, französisch)

Wikipedia: Timeline of World War I
(mit Gliederung nach Kriegsschauplätzen)

Wikimedia Commons: 1. Weltkrieg nach Monaten (erschliesst auch Bildmaterial)

WWI Timeline 1914-1918

Encyclopaedia 1914-1918 Timeline

The World War I Document Archive 1914-1918

Der Erste Weltkrieg LEMO (Deutsches Historisches Museum)

Chronologie Grande Guerre 1914-1918 (französisch)

Chronologie Grande Guerre 1914-1918 (La Documentation Française)

Wikipedia: Oestereich-Ungarns Armee im Ersten Weltkrieg (mit chronologischem Ueberblick

Oesterreichischer Heeresbericht 1914-1918

Die oesterreichisch-ungarische Monarchie und der Erste Weltkrieg

The Austro-Hugarian Army 1914-1918 (für Briefmarkensammler, mit vielen Details, Chronologie 1914-1918 in Appendix B)

American Expeditionary Force in WWI




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