Windkraft

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Diese Seite befasst sich mit Windkraftanlagen/éoliennes.

Inhaltsverzeichnis

Thema

Nutzung der Windkraft wichtig, aber nicht unbestritten und nicht überall willkommen

Windkraftwerke (in der Form von riesigen modernen Windmühlen) sind ebenso wie die Nutzung der Sonnenenergie zum Thema geworden. Die Energiewirtschaft plant den systematischen Ausbau dieser Li8eferanten erneuerbarer Energie.

Wie seinerzeit bei der Opposition des Naturschutzes gegen überrissene Staudammprojekte formiert sich jedoch auch beim Ausbau der Windkraftwerke oftmals eine Gegnerschaft. Die Gemeinden sind als Profiteure vielfach mit den geplanten Ausbauprojekten einverstanden, während andere bei einem übermässigen Ausbau eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes ("Verschandelung") befürchten. Oftmals wird auch darauf hingewiesen, dass die Errichtung von Windkraftwerken auf windintensiven Höhen des Juras einen Ausbau der Transportwege (für Lastwagen) in diese Höhen bedingt, was wiederum mit dem Naturschutz in Konflikt stehen kann. Es ist daher ratsam, diese technische Entwicklung kritisch im Auge zu behalten und auf den Argumentenkatalog verschiedener Interessensgruppen zu achten.

Addendum: Quoique que l'esthétique d'une éolienne soit une affaire de goût qu'on ne peut objectivement trancher, les riverains craignent généralement une dégradation visuelle des sites concernés, ainsi qu'un impact sur l'écosystème par le bruit des éoliennes et les interférences électromagnétiques induites par leurs générateurs. (Wikipédia frç. s.v. éolienne)

Bundesamt für Energie und Windenergieprojekte

  • Bundesamt für Energie
    • Konzept Windenergie [1]
    • Link zu Dokumenten "Soziale Akzeptanz Windenergie" [2]
    • Weitere Dokumente zur Windenergie (bei Auswahl nur "Wind" und "pdf" aktivieren & "suchen" klicken) [3]
  • Konzept Windenergie Schweiz 2004, Bundesamt für Energie [4]

Diskussion über den Ausbau der Windkraftanlagen im Solothurner Jura

Im Planungsverfahren (mit Einsprachemöglichkeit) des Kt. Solothurn liegen zur Zeit (Stand Mai 2009) wichtige Dokumente zum teilweise umstrittenen geplanten Bau von Windkraftwerken vor:

  • Kt. Solothurn, Richtplananpassung Windenergie [5]
  • pdf Windenergiepotentialstudie Kt. Solothurn März 2008 [6]
  • pdf Richtplananpassung Windenergie (2008) [7]
  • pdf Einwendungsbericht Windenergie (Mai 2009) [8]

Aktueller Stand Windenergieprojekte CH

  • Energie Schweiz, factsheet Febr. 2009 [9]
  • Energie Schweiz, Windenergie (dt./franz.) (=Interessengruppe für den Ausbau der Windenergie) [10]

Artikel

Windkraftwerke «Ein Tsunami für die Landschaft»

Text: Thomas Angeli

Die landauf, landab geplanten Windenergieanlagen sorgen für Zoff unter den Umweltorganisationen. Denn sie laufen dem Wunsch nach intakten Landschaften zuwider.

Zur Debatte steht nichts weniger als ein Ersatz für den schwindenden Rhonegletscher. Nicht als Naturschönheit oder Trinkwasserspeicher, sondern als Touristenattraktion. «Von Gletsch aus ist der Rhonegletscher bereits nicht mehr zu sehen», sagt Thomas Käch. «Da könnten doch ein paar Windräder am Totesee bei der Grimsel-Passhöhe zu einem neuen Anziehungspunkt werden.» Die «paar Windräder» - geplant sind immerhin 21 Rotoren von rund 80 Meter Nabenhöhe - möchte der Gemeindepräsident von Oberwald zusammen mit dem St. Galler Unternehmen Swisswinds in die alpine Landschaft setzen. 50 Megawatt Leistung, viermal mehr, als bisher in der Schweiz an Windkraftanlagen installiert ist.

Ein frischer Wind zieht durch das Land der Stauseen und Atomkraftwerke. Projekte für grössere und kleinere Windparks sind in den vergangenen Monaten wie Spargeln aus dem Boden geschossen. Die grössten davon:

  • Auf dem Gotthardpass will die Tessiner Firma Reninvest für 48 Millionen Franken acht Windturbinen mit 16 Megawatt Leistung aufstellen.
  • Auf dem Col du Mollendruz plant das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) einen Windpark mit zwölf Anlagen mit 24 Megawatt Leistung.
  • Die Juvent SA, eine Tochtergesellschaft der BKW, die auf dem Mont Crosin im Jura bereits acht Windräder betreibt, evaluiert Standorte für 15 bis 20 neue Turbinen.

«Komme mir vor wie Don Quichotte»

Etwas vorsichtiger rechnet das Bundesamt für Energie im «Konzept Windenergie Schweiz» aus dem Jahr 2004. Erklärtes Ziel ist es, bis 2010 mit Windkraftanlagen 50 bis 100 Gigawattstunden Strom zu produzieren. Das entspricht dem jährlichen Verbrauch von 15'000 bis 30'000 Haushaltungen.

Windkraft, das bedeutet eine erneuerbare Energiequelle und «sauber», also CO2-frei produzierten Strom - und somit genau das, was Umweltorganisationen propagieren. Windkraft, das bedeutet aber auch riesige Rotoren an exponierten, gut sichtbaren Höhenlagen, eine Beeinträchtigung des Landschaftsbilds, unter Umständen sogar von geschützten Gebieten - und damit genau das, was Natur- und Umweltschützer eigentlich nicht wollen. Kein Wunder, sorgt das Thema unter den Umweltverbänden für einige Turbulenzen. «Die Gespräche über eine gemeinsame Haltung zur Windenergie sind noch nicht abgeschlossen», erklärt Beat Jans, Leiter des Bereichs Politik bei Pro Natura, diplomatisch. «Es ist schwierig, beide Positionen unter einen Hut zu bringen.» Diese stehen sich diametral gegenüber, und die Diskussionen drehen sich keineswegs nur um die Vor- und Nachteile von Windturbinen. Es geht letztlich um die Frage, ob es der angestrebte Ausstieg aus der Atomkraft rechtfertigt, dass auf Bergen und Kreten plötzlich riesige Windräder stehen.

Nein, findet die Stiftung Landschaftsschutz (SL). Richard Patthey, der Verantwortliche für das Dossier Windenergie, spricht von drohendem «Rotoren-Wildwuchs» und malt düstere Bilder von noch unberührten Juralandschaften und Alpenübergängen, die dereinst von 100 Meter hohen Turbinen verschandelt würden. «Ein Tsunami für die Landschaft» sei diese ganze Begeisterung für die Windenergie, sagt Patthey. «Und ob der Euphorie geht der Erholungswert der Landschaft völlig vergessen. Aber der lässt sich leider auch nicht in Zahlen ausdrücken.»

Der SL bleibe deshalb kaum viel übrig, als mit Einsprachen den schlimmsten Wildwuchs zu verhindern, meint Patthey. Dass die Stiftung mit diesem kategorischen Nein zu fast allem, was Rotoren hat, innerhalb der Umweltverbände ziemlich allein dasteht, mag er nicht einmal mehr schönreden. Manchmal komme er sich vor wie Don Quichotte, der gegen die Windmühlen einfach nicht ankomme: «Wir haben keine Chance, uns mit unserer kritischen Haltung durchzusetzen, weil die Gesellschaft derart viele Hoffnungen in die Windkraft projiziert.»

Etwa Hoffnungen darauf, ohne zusätzliche Atomkraftwerke auszukommen, wie sie die Energiewirtschaft derzeit plant. «Ja, will denn die SL lieber ein AKW?», fragt Bernhard Piller von der Schweizerischen Energiestiftung (SES) rhetorisch und gibt freimütig zu, dass man bei der SES auf die Landschaftsschützer «nicht gut zu sprechen» ist: «Eine Bewahrung der Landschaft, wie sie der SL vorschwebt, ist eine Illusion.» Für SES-Mann Piller ist klar, dass Windkraft eine der Energiequellen der Zukunft ist: «Man kann sicher darüber streiten, wie ästhetisch ein Windrad ist. Aber schädlich ist es sicher nicht.»

Ein Ja mit einem grossen Aber

Irgendwo zwischen den beiden Polen versuchen WWF und Pro Natura den Spagat zwischen erneuerbarer Energie und Landschaftsschutz. Pro Natura kann sich zwar zu einem Ja zur Windkraft durchringen, allerdings nicht, ohne diesem sofort ein grosses Aber folgen zu lassen: Bedingungen sind für Pro Natura unter anderem, dass keine Rotoren in Schutzgebieten zu stehen kommen, keine neuen Strassen und keine oberirdischen Stromleitungen erforderlich sind und dass «eine Abwägung der Interessen mit dem Landschaftsschutz stattgefunden hat».

Der WWF seinerseits verweist auf ein sieben Jahre altes Positionspapier zum Thema. Es gelte, «alle Möglichkeiten der nachhaltigen Energieerzeugung und rationellen Energieverwendungen auszuschöpfen», heisst es darin. «Dazu gehört, wenn auch nicht an erster Stelle, die Windkraft.» Entsprechende Projekte sollten nach Ansicht des WWF vor allem im Jura und im Mittelland gebaut werden. Im Alpenraum sollten «höchstens einzelne, landschaftlich nicht exponierte Anlagen realisiert werden», steht im WWF-Papier - ohne Erklärung, woher eine landschaftlich nicht exponierte Anlage den für ihren Betrieb notwendigen Wind hernimmt.

Die Krux mit dem Standort

Und Wind brauchen die geplanten Anlagen mehr, als den künftigen Betreibern lieb sein kann. Grund dafür ist die neue Energieverordnung, die das Bundesamt für Energie Mitte März vorgestellt hat. Deren Kernpunkt ist die «kostendeckende Einspeisevergütung», mit der erneuerbare Energien gefördert werden sollen. Wer mit Wasserkraft, Geothermie, Fotovoltaik, Biomasse oder eben Wind Strom produziert, soll dafür eine Vergütung erhalten. Eine Kilowattstunde mit Wind produzierter Strom soll mit maximal 20 Rappen gefördert werden - was nach Ansicht der Produzenten deutlich zu wenig ist. Der Branchenverband Suisse Eole hatte im Vorfeld eine Entschädigung von bis zu 28 Rappen gefordert und ist jetzt entsprechend enttäuscht. «Die Initianten der verschiedenen Projekte müssen noch mal über die Bücher», sagt Reto Rigassi, Ko-Geschäftsführer von Suisse Eole. Statt wie im «Konzept Windenergie Schweiz» angenommen mit 4,5 Metern pro Sekunde müsste der Wind nach Berechnungen von Suisse Eole mit durchschnittlich sechs Metern pro Sekunde wehen, damit eine Anlage rentabel betrieben werden kann. «Und das schränkt die Anzahl der Standorte extrem ein, die für einen Windpark in Frage kommen», sagt Rigassi.

Womit sich für die Umweltschutzorganisationen das eine oder andere Problem in Luft auflösen dürfte.

Quelle: Beobachter Ausgabe 8 vom 16. Apr 2008, vgl. [11]

ÉNERGIE: Saint-Brais continue à jouer la carte de l’énergie éolienne

Erneuerbare Energien/énergies renouvelables

Le Quotidien Jurassien, vendredi 17 avril 2009, p. 10:

L’exécutif de Saint-Brais entend rapidement ficeler un avant-projet pour un second site éolien.

Les citoyens de Saint-Brais [ct. du Jura CH] se sont prononcés mercredi soir en faveur de l’établissement d’un avant-projet pour un second parc éolien au lieu-dit du «Ban».
Deux voire trois nouvelles machines pourraient y être installées dès 2012.
Contrairement au site du «Plain» où deux hélices tourneront dès septembre, le courant produit devrait profiter également aux Jurassiens.

Les citoyens de Saint-Brais sont dans le vent. Alors que l’aménagement du premier parc éolien au «Plain» entre dans sa phase de réalisation – les pelleteuses sont en action depuis le début de la semaine pour préparer le terrain à l’implantation des deux machines en septembre. Les citoyens ont donné leur blanc-seing à l’exécutif communal et à leur maire Fredy Froidevaux afin d’établir un avant-projet pour un second parc, situé cette fois au «Ban» (direction La Roche). Le but est d’implanter sur le terrain communal deux voire trois machines supplémentaires d’ici à 2012.

Parmi l’assemblée et ses vingt-trois ayants-droit, deux petites mains se sont levées en opposition à ce nouveau projet vert. Entendant certains vitupérant que le courant produit ne profite pas aux locaux, le maire Fredy Froidevaux ne veut pas qu’il y ait ambiguïté à ce niveau et pose en condition «que l’énergie produite sur ce second site profite aussi à la région».

L’installation d’une éolienne du type retenu à Saint-Brais (125 m) équivaut à un coût d’environ 5 millions pièce. L’aménagement d’un site revient à environ la moitié de cette somme. Les sociétés spécialisées dans les énergies renouvelables se livrent une bataille féroce – à Saint-Brais pour ce nouveau projet ou ailleurs dans la région – afin de s’approprier ces marchés à forte croissance.

L’assemblée a encore avalisé la vente de deux parcelles à des privés. Elle a nommé ses représentants de commissions de même que ses vérificateurs des comptes.

JAC.

Quelle/source: Le Quotidien Jurassien, vendredi 17 avril 2009, p. 10

Links

  • Wikipedia deutsch, Art. Windkraftanlage [12]
  • Wikipedia franz., Art. Éolienne [13]
  • Geplante Windkraftanlagen auf Juragipfeln [14] und [15]
  • Jura Crêtes Windkraftanlagen/éoliennes (kritisch, guter Ueberblick)[16]
  • Windenergie Daten Schweiz (geplante od. realisierte Standorte mit Details und Karten) [17]
  • Juvent (BKW/FMB) [18]
  • 28.02.2008 Leitfaden für die Planung von Windkraftstandorten - Kriterienvorschlag der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz: Die Windkraftnutzung ist auch in der Schweiz auf dem Vormarsch. Die bevorstehende Einspeisevergütung dürfte zu einem Boom von konkreten Windkraftprojekten führen. Auch wenn im Energiegesetz (auf unseren Vorschlag hin) zwar eine standörtliche Eignung als Voraussetzung der neuen Anlagen festgeschrieben wurde, fehlt es momentan auf Bundesebene doch an verbindlichen Kriterien. Aus diesem Grund haben wir beiliegendes Papier als Vorschlag für eine Standortplanung erarbeitet, im Wissen, dass die Kriterien regional von sehr unterschiedlicher Bedeutung sind und gewiss auch angepasst werden müssen.
    • Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Leitfaden Windkraftwerke/éoliennes 2008 pdf deutsch [19] und franz. [20]
    • Stiftung Landschaftsschutz Schweiz Homepage (dt./franz.) [21]
  • Fonds Landschaft Schweiz: Institutionen im Bereich Umwelt, Natur und Landschaft (link-Liste, dt./franz./ital.) [22]
  • Wikipedia dt. Art. Erneuerbare Energie [23] , frz. Énergie renouvelable [24] , engl. Renewable energy [25]
  • cf. auch JSW-Seite Sonnenenergie
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